Konstruktiver Journalismus ist nicht der nette Beitrag am Ende der Sendung. Nicht das süße Tierfoto, nicht die rührende Heldengeschichte. Er ignoriert keine Probleme. Er benennt sie genauso klar wie jeder andere Journalismus. Krieg, Krise, Versagen, all das kommt vor.
Der Unterschied liegt in der Frage danach. Was wird gegen das Problem getan? Funktioniert es? Was lässt sich daraus lernen? Diese Frage fehlt im klassischen Nachrichtenbild oft.
Konstruktiv heißt also nicht, die Welt schöner zu zeichnen, als sie ist. Es heißt, sie vollständiger zu zeigen. Mit Problem und mit möglichen Antworten.
Wer das mit guter Laune verwechselt, verfehlt den Kern. Es geht nicht um Stimmung. Es geht um ein vollständigeres Bild der Wirklichkeit.
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